Ihnen fehlt der aktuelle Flashplayer oder Ihr JavaScript ist deaktiviert!
Flash ist ein kostenloses Plugin von Adobe zur Darstellung interaktiver und multimedialer Inhalte.
Die aktuelle Version des Plugins erhalten Sie
hier.
You may need to upgrade your flashplayer or enable JavaScript in order to view this site!
Flash is a popular plugin for adding animation and interactivity to web pages and it's free of charge.
You can download the plugin
here.
1Edition
OT (Lichter) /
von Fred McFar (2007)
81 x 75 cm / 54 x 50 cm

Eine Stadt im Schlummer, nur ihre Lichter wachen. Der Name der nächtlichen Stadt passt zum Bild: Karlsruhe!
Einmal mehr teilt Fred McFar ein Bild in zwei Bereiche, in ein Oben und ein Unten - ohne die Gesamtkomposition aus dem Auge zu verlieren: Himmel und Erde sind kaum wahrnehmbar voneinander geschieden, doch sie sind es!
Der Schein einer fernen Lichtquelle verschießt weißliches Licht in den Nachthimmel. Wie eine homöopathische Dosis Milch verteilt es sich über der Horizontlinie und verwandelt den Himmel in ein fahle Nachthaube. Undurchdringliche Dunkelheit hingegen lungert tief in den Niederungen der Stadt, dort, wo die Lichter der Straßen und Häuser nicht hinreichen. Der Himmel scheint wacher als die Erde.
Der Blick schweift in die Weite und bleibt an fernen Industriegestaden hängen. Dann wieder läuft er schnüffelnd und neugierig durch die Wohnstraßen und besieht sich fotografische Details. Die kaum wahrnehmbare Nuancierung von Himmel und Erde verleiht dem Bild etwas Geheimnisvolles. Der Betrachter kann seinen Blick von den Lichtern in der Stadtlandschaft kaum abwenden und hebt ihn nur kurz in den Himmel. Er sucht nach beruhigenden Anhalten, die er nur jenseits der Lichter in den schwarzen und undurchdringlichen Flächen des Bildes findet.
Von dem Bild geht eine eigenwillige Anmut von Verdichtung und Kompression aus. Es ist, als bestünde die Nacht aus einem schweren, geheimnisvollen Werkstoff. Oft sind Fotografien von nächtlichen Stadtansichten durch das gleißende Licht der Elektrifizierung derart bunt, dass die Nacht darüber verblasst. Hier ist es einmal anders. Die Nacht ist wach, sie ist so tief schwarz wie ein Ackerboden.
Die Ironie des Bildes: Die Stadt verdankt ihren Namen - der Legende nach - einem Erweckungserlebnis des Markgrafen Karl-Wilhelm von Baden-Durlach, der sich zur Erholung von Jagdstrapazen unter einen Baum legte und beim Erwachen im Blätterdach des Baumes die zukünftige Fächerstruktur der Stadt erblickte. Sie fiel ihm – im übertragenen Sinne - wie ein Apfel auf den Kopf.
1EDITION Urban Art OHG
Straußberger Platz 19, 10243 Berlin | Tel: +49 3022000422-70 | Fax: +49 302000422-79
Sitz der Gesellschaft Berlin, Amtsgericht Berlin | Geschäftsführer Søren und Klaus Boldt,
Bankverbindung BLZ 100 00 000 000, Hypo Vereinsbank